24.11.2016

"Vereine wären ohne Ehrenamt nicht lebensfähig!"

Autor / Quelle: Anita Lennartz

12 verdiente Ehrenamtliche im Rahmen der DFB-Ehrenamtsaktion ausgezeichnet

Bramsche. 11 Ehrenamtliche, zum Teil in Begleitung, Mitglieder des Kreisvorstandes und nicht zuletzt Vertreter aus Politik und Sport - der Tagungsraum im Hotel Surendorff war gut gefüllt und alle freuten sich auf die anstehenden Ehrungen. 11 Ehrenamtliche? Es standen doch 12 Ehrungen auf der Tagesordnung? Die Lösung ist schnell gefunden: Corinna Heft konnte aus persönlichen Gründen an der Ehrung nicht teilnehmen, sie wird nachträglich mit der DFB-Uhr und der Urkunde ausgezeichnet.


Der Vorsitzende des NFV Kreises Osnabrück-Land Bernd Kettmann begrüßte alle Anwesenden und freute sich neben dem Kommen der Ehrenamtlichen besonders über die Teilnahme von Boris Pistorius, Nds. Minister für Inneres und Sport, und des NFV Präsidenten Karl Rothmund. Außerdem galt sein Willkommen dem Bramscher Bürgermeister Heiner Pahlmann, Matthias Selle, Kreisrat des Landkreises Osnabrück, dem NFV Landesehrenamtsbeauftragten Hermann Wilkens, dem NFV Vorsitzenden des Bezirks Weser-Ems Dieter Ohls sowie Hans Wedegärtner und Winfried Beckmann als Vertreter des Kreissportbundes. "Wir brauchen das Ehrenamt", so Pahlmann in seinem Grußwort und Pistorius stimmte dem zu. "Sportvereine wären ohne Ehrenamt nicht lebensfähig", ist er sich sicher, wobei er diese Aussage nicht nur auf die  Sportvereine beschränkte. Es sei selber Jugendtrainer gewesen und kenne das Ehrenamt. Zur Motivation machte er eine einfache Rechnung auf: ehrenamtliche Tätige würden einer Studie zufolge ihre Lebenserwartung um sieben Jahre erhöhen. Läge nun die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes bei 78 Jahren würde der ehrenamtlich Tätige locker 85 Jahre. Aber er wusste auch, dass man sich engagiere, weil man die Sache liebe und durch das Ehrenamt auch gestalten könne. Die Bedingungen hätten sich in den letzten Jahren zwar geändert, aber "Behalten Sie Freude am Ehrenamt. Der Fußball braucht Sie, das Ehrenamt braucht Sie!" - so sein Appell an die Ehrenamtlichen. Karl Rothmund ging kurz auf die Ehrenamtskultur ein, die der DFB entwickelt habe und erinnerte an Egidius Braun, der mit seinem Satz "Fußball ist mehr als ein 1:0" diese Ehrenamtskultur maßgeblich geprägt und auf den Weg gebracht habe. An die Politik hatte er eine klare Forderung: Nicht noch mehr Belastungen einführen, die die Durchführung des Sports erschwerten. Als konkretes Beispiel nannte er die Lärmschutzverordnung, die den Fußballvereinen an oder in Wohngebieten die Spielplanung nicht einfach machen würde. Seiner Meinung nach müssten Sportplätze in der Lärmschutzverordnung behandelt werden wie Schulen. Er dankte den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz, die Fußball mit zu dem machen würden, was es sei: die schönste Nebensache der Welt. Bürokratie war neben Dank auch Inhalt des Grußwortes von Kreisrat Matthias Selle. "Wir brauchen ein Ehrenamtsvereinfachungsgesetz", so sein Wunsch. Es könne nicht sein, dass der selbstgebackene Apfelkuchen im Vereinsheim nicht mehr verkauft werden könne, weil die Inhaltsstoffe nicht deklariert würden oder nicht klar sei, ob das Stück Kuchen mit 19 Prozent Mehrwertsteuer in die Buchhaltung aufzunehmen sei...

So war die Richtung der Veranstaltung klar: weniger Bürokratie für mehr Ehrenamt! Und nun standen auch endlich die Ehrenamtlichen im Fokus. Bernd Kettmann nahm die Ehrung von Andreas Kriege, Simone Höhn, Thomas Weinrich, Oliver Prause, Bodo Arndt, Udo Fenstermann, Yvonne Sennewald, Thomas Titt, Johannes Ebler, Peter Oing und Daniel Moormann gemeinsam mit Boris Pistorius, Karl Rothmund und seinem Stellvertreter Klaus Hüsmann vor. Weitere Infos zu den Geehrten gibt es hier.

Fotos von der Ehrung sind auf unserer Facebook-Seite online.

 

 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 17.08.2017