17.11.2019

Daniel I. und Klaus II. regieren über das Osnabrücker Grünkohlvolk

Autor / Quelle: Anita Lennartz

Stehende Ovationen nach Thiounes Rede

Bramsche-Engter. Auch beim 25. Grünkohlessen des NFV Kreis Osnabrück-Land hat das Grünkohlvolk neben dem prominenten bereits bekannten Grünkohlkönig Daniel Thioune einen Ehrenamtler aus ihren Reihen gewählt: der Schatzmeister und stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Klaus Hülsmann regiert jetzt gemeinsam mit Daniel I. über die Fußballerinnen und Fußballer im Landkreis Osnabrück.

420 Gäste konnte der Vorsitzende des NFV Kreis Osnabrück-Land Bernd Kettmann als Gastgeber im Saal Rothert begrüßen, damit war die Veranstaltung vollständig ausverkauft. Nach Kettmann ergriff der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius das Wort und hatte einige launige Worte für die Anwesenden übrig. „Es gibt zwei Dinge, die man bei so einer Veranstaltung beherzigen sollte: Rede nicht zu lange über Politik und rede nicht länger als fünf Minuten“, hielt sich auch Pistorius nicht mit langen Ausführungen auf, so war noch Zeit für ein Grußwort des Kreis-Ehrenvorsitzenden Helmut Buschmeyer. Der erinnere sich gern an die ersten Veranstaltungen und freue sich, damit eine so schöne Tradition begonnen zu haben, deren Sinn und Zweck immer das Bekenntnis zum Ehrenamt gewesen sei.

Jimmy Hartwig, Ex-Grünkohlkönig, nahm ebenfalls das Mikrofron in die Hand und begeisterte einmal mehr die Anwesenden. „Wir sind ein Volk und wir müssen zusammenhalten“, appellierte er an die Fußballerinnen und Fußballer, sich auch gegen rechte Einflüsse klar zu positionieren.

Thomas „Tommy“ I. Reichenberger hielt seine „Dankesrede“ ebenfalls vor dem Essen. Schweren Herzens müsse er sich von der Königswürde trennen, mit Daniel Thioune gäbe es aber einen sehr würdigen Nachfolger.

Schmackhafter Grünkohl mit leckeren Beilagen lenkte die Anwesenden dann für eine kleine Weile von der schönsten Nebensache der Welt ab. Nach dem Essen ging es aber weiter mit der Inthronisierung des neuen Grünkohlkönigs. Daniel Thioune erklärte, dass die Anfrage ihn erst verlegen gemacht, ihn dann aber geehrt habe. Die Wichtigkeit des Ehrenamts habe er zwischenzeitlich in seiner Profi-Karriere vergessen, er sei aber wieder geerdet und werde nie vergessen, wo er herkomme. Aktuellen Besuch von Familienmitgliedern aus dem Senegal habe er leider absagen müssen, aber eventuell könne er sich vorstellen, eine Grünkohlfarm bei seiner Familie im Senegal zu eröffnen, schmunzelte Thioune. Zu stehenden Ovationen führten seine Ausführungen zum Begriff Werte. Bei diesem Wort stehe bei ihm das W für Weltoffenheit, das E für Empathie, das R für Respekt, das T für Toleranz und das zweite E für Ehrlichkeit. Danach sollten gelebt und auch die Stimme erhoben werden, so sein Wunsch. Mit einem „Hoch lebe der Grünkohl“ verließ er die Bühne, während sich die Anwesenden von ihren Stühlen applaudierend erhoben.

Dann war es Zeit für Tommy I., die Kette an seinen Nachfolger weiterzureichen. Gaby Koch, stellvertretende Schatzmeisterin überreichte den obligatorischen Grünkohlstrauß und nach zahlreichen Gratulationen stand die Ehrung des ehrenamtlichen Nachfolgers von Bernd Klausing von GW Schwagstorf an. Kettmann erläuterte den fußballerischen Werdegangs des neuen Grünkohlkönigs und als die Sprache auf Tätigkeiten im Verband als Schatzmeister kam, war allen klar, dass die neue Majestät Klaus Hülsmann sein würde. Dieser freute sich sichtlich über die Ehre und nahm die Kette gern von seinem Vorgänger entgegen.

Nun war das Majestäten-Duo perfekt und es war Zeit für den Auftritt der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. Markus Rettig übernahm das Mikrofon und gratulierte wie in jedem Jahr den neuen Grünkohlkönigen. Gab es in den Vorjahren immer handgefertigte Deko-Kugeln als Geschenk, hatten Rettig und sein Kollege dieses Mal Bänke mitgebracht, die in der Holzwerkstatt der Einrichtung hergestellt worden waren. Thioune und Hülsmann saßen gleich einmal Probe und bedankten sich für diese Geste.

Zum Abschluss verkündeten Hülsmann und Kettmann noch die diesjährige Spendensumme, die beim Grünkohlessen immer an den Tischen in roten Sparschweinen gesammelt wird. Thioune hatte sich zwei Projekte ausgesucht, für die er spenden möchte, so erhielt er sowohl für die Senegal-Hilfe als auch für das Kinderhospiz Osnabrück zwei obligatorische Schecks über je 800 Euro. Das rief Clemens Seelmeyer vom SV Quitt Ankum auf den Plan. Spontan erhöhte er die Spendensummen aus der Gertrud und Clemens Seelmeyer-Stiftung um je 1.000 Euro und sagte auch der HHO eine Spende in Höhe von 1.000 Euro zu.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 02.12.2019